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News ... in kürze

Coronavirus aktuell,  IgG- und IgA-Antikörpertestung gegen Coronavirus/ SARS-CoV-2 seit 01.04.2020

Dramkrebsvorsorge-Projekt FARKOR verlängert bis zum 31.03.2021

 - s.u. News  -

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Labor-News

Hier erscheinen regelmäßig Informationen rund ums Labor und die Labordiagnostik.

 

Coronavirus breitet sich weiter in Deutschland aus

z. B. in Hessen seit Beginn der Corona-Pandemie 20.113 bestätigte Corona-Fälle. Davon gelten inzwischen etwa 17.500 (89 Prozent) als genesen.

Nach Ansicht der Bundesregierung tragen vor allem private Feiern, bei denen die Hygiene- und Abstandsregeln nicht eingehalten werden, sowie Rückkehrer aus Risikogebieten aktuell zu den steigenden Infektionszahlen in Deutschland bei.

Wer sich im Krankenhaus von einer Operation oder einer schweren Krankheit erholt, kann seit dem 15.07.20 auch wieder mit Besuchern am Krankenbett rechnen. In den Kliniken dürfen Patienten in den ersten sechs Tagen nach Angaben des Sozialministeriums insgesamt zwei Besuche empfangen. Pro Besuch dürfen maximal zwei Personen kommen. Ab dem siebten Tag dürfen Angehörige und Freunde täglich den Patienten besuchen. Allerdings maximal zwei Besucher am Tag. Besuche in Rehakliniken sind jetzt wieder uneingeschränkt möglich.

Auch in Bayern gibt es weiterhin neue Fälle: Bislang sind 70.016 Menschen positiv getestet worden. Davon gelten inzwischen 62.210 (88 Prozent) als genesen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag, 06.10.20, 08:00 Uhr mit. Der Schwerpunkt der Infektionen liegt in Südbayern und in der Oberpfalz. In Unterfranken gibt es 5.177 bestätigte Corona-Fälle, in Aschaffenburg (Stadt) 189 Fälle (7 neue Fälle in den letzten 7 Tagen).

Deutschlandweit sind inzwischen mehr als  303.258 Menschen infiziert.

Mit Blick auf die nahenden Herbstferien vor allem darauf, dass der Bund noch in dieser Woche seine neue Test-Strategie und eine aktualisierte Quarantäne-Regelung vorlegt, drängen derweil einige Ministerpräsidenten (insbeondere Bayern und Rheinland-Pfalz) auf eine einheitliche Regelung. Ab 05.10.20  beginnen in vier Bundesländern die Herbstferien, Rheinland-Pfalz und sechs weitere Länder folgen eine Woche später.

Seit Sonntag, 28. Juni hat Bayern angekündigt, Tests für alle zu ermöglichen - auf Wunsch auch für Menschen ohne Symptome und ohne besonders hohes Infektionsrisiko.

Seit 27.04.2020 gilt eine (Schutz-) Maskenpflicht auch in Geschäften, Banken und in öffentlichen Verkehrsmitteln.  Die Abstandsregeln von mindestens 1,5 Metern gelten weiterhin nicht nur in Geschäften, sondern auch auf der Straße und an anderen öffentlichen Orten.

 

                                                          *Ausgangsbeschränkung: Nein, Kontaktbeschränkung: Ja 

Bis mindestens in den Juli hinein gelten in Bayern noch Kontaktbeschränkungen; man darf sich nun mit Angehörigen eines anderen Haushalts treffen. Das heißt, mit einem befreundeten Paar gemeinsam spazierengehen oder zum Kaffeeklatsch treffen ist erlaubt. Allerdings gelten weiterhin die Abstands- und Hygieneregeln. Das heißt: Mindestabstand 1,5, besser 2 Meter und natürlich Händewaschen und ggf. desinfizieren gemeinsam berührter Gegenstände. 

Seit dem Samstag vor Pfingsten (30. Mai) dürfen Hotels in Bayern wieder öffnen. Auch bei Übernachtungen sind laut Staatskanzlei die geltenden Kontaktbeschränkungen einzuhalten: Eine Wohnung oder ein Zimmer dürfen nur Gäste beziehen, denen der Kontakt zueinander erlaubt ist – also Angehörige eines Haushalts oder Lebenspartner. Gruppenübernachtungen sind nicht möglich.

Die Wohneinheiten müssen über eine eigene Sanitäreinheit verfügen - also Toiletten nur auf dem Gang sind nicht erlaubt. Die Kontakte zwischen Mitarbeitern und Gästen beim Check-in sollen auf das Notwendigste beschränkt werden. Personal und auch Gäste müssen in allen gemeinschaftlichen Bereichen einen Mund-Nasen-Schutz tragen - ausgenommen ist der Außenbereich. Zudem gilt die Abstandsregel von 1,5 Metern. Die Nutzung von Schwimm-bädern, Saunen, Wellness- und Fitnessbereichen ist verboten.

Hotels dürfen übrigens alle ihre Zimmer vermieten - es gibt keine Beschränkung.

 

Ein Flugzeug ist während des Sonnenuntergangs im Landeanflug auf den Flughafen.

Seit 15.06.20 sind die bisher geltenden europaweiten Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes aufgehoben und durch Reisehinweise ersetzt worden und Deutschland öffnet wieder seine Grenzen zu den europäischen Nachbarländern. Allerdings können Ausnahmen für einzelne Länder gemacht werden, in denen die Verbreitung des Virus ausreichend eingedämmt ist (die Zahl der Neuinfektionen soll innerhalb der vergangenen zwei Wochen pro 100.000 Einwohner nahe an oder unter 16 liegen). 

Epidemiologische Lage

  • Wieder Notstand in Tschechien und der Slowakei: Ab dem kommenden Montag gilt in Tschechien wieder der Notstand. Damit kann die Regierung strengere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus ergreifen. Auch die Slowakei schließt sich an. Die Zahl der Neuinfektionen steigt rapide an.
  • Reisewarnung für Belgien: Die Bundesregierung hat wegen steigender Corona-Infektionszahlen für ganz Belgien eine Reisewarnung ausgesprochen. Das geht aus den aktualisierten Reisehinweisen des Auswärtigen Amts hervor.
  • In Israel gibt es besonders viele Corona-Infektionen bei ultraorthodoxen Juden. Sie machen 34 Prozent aller Fälle im Land aus, während der Anteil der Orthodoxen an der Gesamtbevölkerung bei rund 12 Prozent liegt.

Reisewarnungen 

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland wird derzeit gewarnt. Die aktuelle Liste s.u.:

 https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise/letzteaktualisierungen

Die Situation entwickelt sich zum Teil dynamisch. Es kommt aber immer wieder zu Ausbruchsgeschehen, die erhebliche Ausmaße erreichen können. Das Robert Koch-Institut (RKI) beobachtet und analysiert die Lage sehr genau und leitet daraus Empfehlungen für Infektionsschutzmaßnahmen ab, die an die jeweilige Situation angepasst sind.

In der aktuellen Situation, in der die meisten Fälle im Zusammenhang mit einem Aufenthalt im Risikogebiet oder lokalen Clustern auftreten, empfiehlt das RKI eine Eindämmungsstrategie (Containment). Eine aktuelle Risikobewertung des RKI für Deutschland ist hier bzw. unter 

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikobewertung.html abrufbar.

 

 

Bei Verdacht auf eine Corona-Virusinfektion neuen Typs (COVID-19 / Coronavirus SARS-CoV-2) 

 

sollten Sie als Patient -zunächst nur telefonisch- sich mit Ihrem Hausarzt in Verbindung setzen und das weitere Vorgehen besprechen. Im Hinblick auf Infektionsschutzmaßnahmen und Schutz von anderen z.T. chronisch kranken Patienten sollten Sie in diesem Falle nicht einfach in der Arztpraxis mit diesen Patienten (und dem Praxisteam) in Kontakt treten.

Dies gilt ebenso für die Laborarztpraxis!

Für die Feststellung einer akuten Infektion mit dem SARS-CoV-2 ist der direkte Erregernachweis ausschlaggebend. Das Virusgenom wird über hoch-sensitive, molekulare Testsysteme nachgewiesen (real-time-PCR). Die reine Testzeit beträgt etwa 4 bis 5 Stunden. Die Zeit zwischen Probenentnahme und Ergebnismitteilung kann ein bis zwei Tage betragen, je nach Probenaufkommen kann die Ergebnismitteilung deutlich länger dauern. 

Deshalb gilt in Bayern nach derzeitigem Stand seit 08.05 eine Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege nach der Verdachtspersonen sich unverzüglich nach der Vornahme der Abstrich-Testung in Isolation begeben müssen. Diese häusliche Isolation/Quarantäne dauert bis zu maximal 5 Tagen bzw. bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses !

 

Für Hessen gilt: Wer aus einem Risikogebiet zurückkehrt, muss bei der Einreise in der Regel für 14 Tage in Quarantäne. Das können Reisende verhindern, indem sie einen negativen Corona-Test vorweisen, der höchstens 48 Stunden alt ist. Der Test ist innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise kostenlos und kann zum Beispiel an Flughäfen gemacht werden. Das zuständige Gesundheitsamt überwacht die Quarantänepflicht.

 Sie gilt nicht, wenn jemand nur durch ein Risikogebiet gereist ist und sich dort nicht aufgehalten hat. Eine Liste der aktuell als Risikogebiet eingestuften europäischen Regionen stellt das Robert Koch Institut bereit:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

In Hessen können sich seit Montag, 10.08.20 können sich Lehrer und Erzieher einmal kostenlos auf Corona testen lassen – verpflichtend sind die Tests allerdings nicht. Wer möchte, kann den Test alle 14 Tage wiederholen. Die Regelung wird verlängert bis 15. November. Einen Anspruch haben alle Mitarbeiter an Schulen oder der Jugendhilfe, die regelmäßig Kontakt zu Schülerinnen und Schülern haben.

Seit 06.08.20 können sich Urlauber, die mit dem Auto die bayerische Grenze passieren, freiwillig und kostenlos auf Corona testen lassen. Mehrere Teststationen gingen an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg in Betrieb -

An den Flughäfen München und Nürnberg gibt es bereits seit 02.08.20 die Möglichkeit, sich auf das Virus testen zu lassen. 

Daneben ist nur in ärztlich begründeten Verdachtsfällen, also nur  nach Ausstellen eines Überweisungsscheins an den Laborarzt, die Abstrich-Untersuchung mittels PCR auf eine Corona-Virusinfektion neuen Typs (COVID-19 / Coronavirus SARS-CoV-2) eine Leistung, die von den Krankenkassen bezahlt  bzw. dem Untersuchungslabor vergütet wird.  Der Test ist dann über EBM abrechenbar: 32006 als Ausnahmekennziffer angeben für meldepflichtige Erkrankungen, 88240 für den Abstrich, (die Laborleistung selbst ist nur durch das Labor abrechenbar).

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In allen anderen Fällen ist die Untersuchung privat zu bezahlen (Kosten zwischen 130 - ca. 160 €!)

PCR-Untersuchungsaufträge werden von uns derzeit an das SYNLAB Medizinisches Versorgungszentrum Labor WeidenZur Kesselschmiede 492637 Weiden

Tel. 0961 3090 weitergeleitet. 

 

Corona-Virus im ElektronenmikroskopCorona-Virus im Elektronenmikroskop

Das rki informiert außerdem über eine häufig gestellte Frage:  

" Eine Übertragung über unbelebte Oberflächen ist bisher nicht dokumentiert. Eine Infektion mit SARS-CoV-2 über Oberflächen, die nicht zur direkten Umgebung eines symptomatischen Patienten gehören, wie z.B. importierte Waren, Postsendungen oder Gepäck, erscheint daher unwahrscheinlich". 

 

Es wird immer klarer, dass 2019-nCoV in vielen Fällen nur leichte Beschwerden verursacht, etwa Halsschmerzen oder ein leichtes Krankheitsgefühl ohne Fieber.

Menschen mit solchen Symptomen dürften es oft nicht für nötig halten, sich behandeln zu lassen. Damit tauchen sie in keiner Statistik auf. Viele Experten gehen davon aus, dass die case fatality rate von etwa zwei Prozent sich beim aktuellen Ausbruch noch deutlich verringern dürfte, wenn im Verlauf mehr Fälle registriert und veröffentlicht werden. 

Die Inkubationszeit von COVID-19 beträgt im Mittel 5-6 Tage mit einer Spannweite von 1 bis zu 14 Tagen.

Bei einer Unterbringung in häuslicher Quarantäne für 14 Tage (maximale Dauer der Inkubationszeit) ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen täglich in Kontakt, um rasch zu handeln, falls Symptome auftreten sollten. Voraussetzung für eine Aufhebung der Isolierung/Quarantäne ist eine Symptomfreiheit seit mind. 48 Stunden bezogen auf die akute COVID-19-Erkrankung (nach Rücksprache mit ärztlicher Betreuung).  dass die Betroffenen keine Beschwerden (mehr) haben und zwei Tests negativ verlaufen.

Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Meldung von Verdachtsfällen von COVID-19 (Meldepflicht nach § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und § 7 Absatz 1 Satz 1 des Infektions­schutz­gesetzes): Meldepflichtig ist der Verdacht einer Erkrankung -begründet sowohl durch das klinische Bild als auch durch einen wahrscheinlichen epidemiologischen Zusammenhang-, die Erkrankung sowie der Tod in Bezug auf eine Infektion, die durch das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) hervorgerufen wird.

Darüber hinaus ist dem Gesundheitsamt die Erkrankung bzw. der Tod auch dann zu melden, wenn der Verdacht bzw. die Erkrankung bereits gemeldet wurde. Dem Gesundheitsamt ist auch zu melden, wenn sich der Verdacht einer Infektion nicht bestätigt. (Stand: 24.03.2020)

 

Meldeinhalte: Folgende Angaben müssen bei der Meldung gemacht werden, wenn Ihnen die Informationen vorliegen:

Name, Anschrift und weitere Kontaktdaten (z.B. Telefonnummer, E-Mail-Adresse) des Meldenden bzw. der Untersuchungsstelle, die mit der Erregerdiagnostik beauftragt ist.

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                                                                                                               (rki, LGL, Auswärtige Amt, ÄZ, BR und tagesspiegel ) 06.10.2020 

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Antikörperbestimmung gegen SARS-CoV-2

Das Coronavirus neuen Typs (SARS-CoV-2) hat mittlerweile als Pandemie das Leben in der gesamten Welt  im Griff. Bereits kurz nach einer Infektion findet eine Virus-Replikation statt und die spezifische RNA lässt sich aus Probenmaterialien/Abstrichen der oberen Atemwege nachweisen. Nur der Virus-RNA-Nachweis mittels PCR (Polymerase-Ketten-Reaktion) gibt einen sicheren Hinweis auf eine akute Infektion.  

Allerdings lassen sich damit Personen, die eine Infektion mit SARS-CoV-2 bereits durchgemacht und inzwischen Antikörper gebildet haben, nicht detektieren, da ein PCR-Test auf Virus-RNA erwartungsgemäß (wieder) negativ ausfallen dürfte. Es ist davon auszugehen, dass diese Personen -zumindest über einen gewissen Zeitraum- vor einer erneuten SARS-CoV-2-Infektion geschützt sind (und folglich nicht mehr in Quarantäne verbleiben müss(t)en). Allerdings war die Zahl dieser Personen mangels spezifischer Antikörpertests nicht bzw. nicht zuverlässig zu bestimmen und im Hinblick auf die akute Ausbreitung der COVID-19-Infektionen auch wahrscheinlich noch nicht sehr hoch. Somit sollten (und dürften) Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorerst auch nicht wieder zurückgenommen werden.

Antikörper gegen das Virus werden nach bisherigen Erkenntnissen bereits im Laufe der ersten Woche nach der Infektion gebildet. Dieses Wissen beruht zwar auf Untersuchungen bei Affen, könnte aber in ähnlicher Weise auch beim Menschen so ablaufen.

Antikörperteste geben nur Sicherheit über den Immunstatus (nicht die akute Infektion!), aber können rückblickend eine tatsächliche COVID-19-Infektion mit hoher Sicherheit nachweisen, (gerade weil die Infektion bei mehr als 80% der Infizierten weitgehend ohne gravierende Symptome verläuft und fälschlicherweise von den Betrof-fenen oft als eine Erkältung oder leichter fieberhafter grippaler Infekt angesehen wird). Das Gesundheitsamt Aschaffenburg weist mit Datum 19.06.20 darauf hin, dass ein positiver Test auf Corona-IgA (oder IgM) als Corona-Verdachtsfall gilt und deshalb mittels eines Abstrichs auch bei Symptomlosigkeit verifiziert werden muss (5 Tage häusliche Quarantäne oder bis zum Erhalt des (negativen ) Abstrich-PCR-Ergebnisses).

 

Zugelassene Tests zum Nachweis von IgG und IgA-Antikörpern gegen das Coronavirus-COVID-19 stehen ab sofort mit hinreichender Sensitivität (80 – ca. 100%, > 10 Tage nach Symptombeginn) zur Verfügung. -Von „Schnelltesten“ wird derzeit (noch) abgeraten-.

 Wir bestimmen IgG- und IgA-Antikörper gegen Coronavirus SARS-CoV-2 ab 01.04.2020.                                                  -Wir benötigen ca. 5 ml Blut.-

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Hände desinfizieren - was tun bei Lieferabriss von  Händedesinfektionsmitteln 

In Arztpraxen geht vielerorts der Vorrat an Händedesinfektionsmitteln zur Neige. Aber der Nachschub stockt. Ein Ausweg ist die Eigenherstellung.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 fahren Hersteller von Desinfektionsmitteln derzeit Sonderschichten. Für die gestiegene Nachfrage reicht das jedoch nicht. Viele Arztpraxen klagen, ihre Vorräte seien langsam aufgezehrt. Ärzte machen sich Sorgen, wie sie die vorgeschriebene Händedesinfektion gewährleisten sollen. Die WHO hat schon länger Tipps für die lokale Produktion erarbeitet.

Danach gibt es zwei mögliche Mischungen (Ansatz im 10-Liter-Gebinde):

  • Isopropanol-Formulierung: 7515 ml Isopropylalkohol (99,8 %), 417 ml Wasserstoffperoxid (3 %) und 145 ml Glycerol (98 %).

Beide Ansätze werden dann mit steril destilliertem (bzw. abgekochtem/abgekühltem) Wasser auf 10 Liter aufgefüllt. Abfüllen in kleinere Gefäße – nach 72 Stunden ist die Lösung einsetzbar.     (ÄZ. 03.03.2020)

 

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Darmkrebsvorsorge-Projekt FARKOR

FARKOR – Vorsorge bei familiärem Risiko für das kolorektale Karzinom (KRK)

- Bundesland: Bayern, ab 01.10.2018, Teilnehmer: u.a. auch das Labor Aschaffenburg                   - wurde verlängert bis  zum 31.03.2021

Darmkrebs, oder in der Fachsprache kolorektales Karzinom, ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern die zweithäufigste bösartige Krebserkrankung und auch die zweithäufigste Krebstodesursache in Deutschland. Immer mehr jüngere Menschen erkranken an Darmkrebs: Jede zehnte Neuerkrankungen wird in Deutschland bei unter 55 jährigen entdeckt. Besonders gefährdet sind Personen, in deren Familien Darmkrebs vermehrt auftritt - ca. 30 % der Darmkrebs-Patienten erkranken aufgrund eines familiären Risikos. In Deutschland steht gesetzlich Versicherten jedoch erst ab dem 50. Lebensjahr der Test auf Blut im Stuhl und ab dem 55. Lebensjahr die Darmspiegelung (Koloskopie) als Krebsfrüherkennungsmaßnahmen zur Verfügung. Die Berechtigung zur Darmkrebsfrüherkennung ist damit ausschließlich an die genannte Altersbegrenzung gebunden.

Im Projekt FARKOR sollen Menschen mit einem familiär erhöhten Darmkrebsrisiko in Bayern bereits früh - im Alter von 25 bis 50 Jahren - identifiziert werden. Um möglichst viele familiär Belastete frühzeitig erkennen zu können, werden verschiedene Maßnahmen ergriffen. So werden neu an Darmkrebs Erkrankte durch ihre Krankenkasse schriftlich über das erhöhte Risiko erstgradig Verwandter informiert, Patienten zwischen 25 und 50 Jahren werden systematisch von Ärzten nach Darmkrebserkrankungen in der Familie gefragt und es werden neue Möglichkeiten geschaffen, damit sich die Menschen auch selbst über ihr individuelles Erkrankungsrisiko informieren können. Ziel des Projekts ist es, familiär mit Darmkrebs belasteten Menschen eine risikoangepasste Darmkrebsvorsorge anzubieten und damit die Sterblichkeit von Darmkrebs bei den unter 50jährigen zu senken.

Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. elf Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall kann das vorliegende Konzept auch auf andere Bundesländer übertragen werden.

 

- Das Projekt wird gefördert durch:

AOK Bayern; Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek); BKK Landesverband Bayern; Knappschaft; Institut für Medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie (IBE) der Universität München (LMU); Felix Burda Stiftung; UMIT – Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik GmbH.

 

Teilnehmende Krankenkassen:

  • AOK Bayern
  • Knappschaft
  • BKK-Landesverband
  • Verband der Ersatzkrankenkassen mit BARMER, DAK-Gesundheit und Techniker Krankenkasse

Versicherte der teilnehmenden Krankenkassen von 25 bis unter 50 Jahren, die ein erhöhtes familiäres und/oder erbliches Darmkrebsrisiko aufweisen, sind teilnahmeberechtigt. Sprechen Sie als Erstes mit Ihrem Arzt über Darmkrebs in Ihrer Familie. Ein einfacher Test mittels Stuhlprobe kann dann Hinweise auf einen Darmkrebs liefern und mit der Darmspiegelung lässt sich die Diagnose sichern.

Zudem können neu an Darmkrebs erkrankte Patienten an FARKOR teilnehmen. Diese Patienten werden durch die Krankenkassen angeschrieben mit dem Ziel, dass diese ihre leiblichen Verwandten auf das erhöhte Risiko hinweisen.

Eine Selbsterkennung interessierter Zielpersonen ist möglich durch Nutzung des auf der Online-Plattform des Projekts angebotenen Risikorechners, angeboten auf der Homepage: www.Darmkrebs-in-der-Familie.de

(von der Felix-Burda-Stiftung).

Voraussetzung zur Teilnahme der Versicherten ist eine von diesen unterzeichnete Einwilligungserklärung.

 

Ansprechpartner:

Patrizia Ungar

Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB)
Elsenheimerstr. 39
80687 München
0049 8957 0932538
patrizia.ungar@kvb.de