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News ... in kürze

Coronavirus aktuell,  IgG- und IgA-Antikörpertestung gegen Coronavirus/ SARS-CoV-2 seit 01.04.2020

Dramkrebsvorsorge-Projekt FARKOR verlängert bis zum 31.03.2021

 - s.u. News  -

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Labor-News

Hier erscheinen regelmäßig Informationen rund ums Labor und die Labordiagnostik.

 

Coronavirus breitet sich weiter in Deutschland aus

z. B. in Hessen seit Beginn der Corona-Pandemie 70.200 bestätigte Corona-Fälle. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist damit in Hessen erneut kräftig gestiegen. 

 Etwa 43.400 (62 Prozent) gelten inzwischen als genesen.

Nach Ansicht der Bundesregierung tragen vor allem private Feiern, bei denen die Hygiene- und Abstandsregeln nicht eingehalten werden (sowie Rückkehrer aus Risikogebieten) aktuell zu den steigenden Infektionszahlen in Deutschland bei.

Wer sich im Krankenhaus von einer Operation oder einer schweren Krankheit erholt, kann seit dem 15.07.20 auch wieder mit Besuchern am Krankenbett rechnen. In den Kliniken dürfen Patienten in den ersten sechs Tagen nach Angaben des Sozialministeriums insgesamt zwei Besuche empfangen. Pro Besuch dürfen maximal zwei Personen kommen. Ab dem siebten Tag dürfen Angehörige und Freunde täglich den Patienten besuchen. Allerdings maximal zwei Besucher am Tag. Besuche in Rehakliniken sind jetzt wieder uneingeschränkt möglich.

Auch in Bayern gibt es weiterhin neue Fälle: Bislang sind 169.096 Menschen positiv getestet worden. Davon gelten inzwischen 112.810 (68 Prozent) als genesen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch, 19.11.20, 08:00 Uhr mit. Der Schwerpunkt der Neuinfektionen liegt insbesondere in den Regierungsbezirken Oberbayern, Schwaben und der Oberpfalz. In Unterfranken gibt es  13.153 bestätigte Corona-Fälle, in Aschaffenburg (Stadt) 609 Fälle (81 neue Fälle in den letzten 7 Tagen).

Deutschlandweit sind inzwischen mehr als  855.916 Menschen infiziert.

Die Beschlüsse von Mittwoch, 28.10.20 von von Bund und Ländern sehen Kontaktbeschränkungen und unter anderem die Schließung von Gaststätten, Kultur- und Freizeiteinrichtungen bis Ende November vor. Schulen und Kitas sollen jedoch offen bleiben.

 

Neue Quarantänepflicht ab 08.11.2020:

Ab dem 8. November gilt für alle Rückkehrer aus Risikogebieten eine (verkürzte) Pflichtquarantäne von zehn Tagen. Sie kann verkürzt werden, wenn der oder die Betroffene "frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise" einen negativen Corona-Test vorlegen können, wie es in der Vorlage der Bundesregierung heißt. Bislang gilt für Reiserückkehrer aus Risikogebieten eine Pflichtquarantäne von 14 Tagen.

Die Regelung gilt nicht für Menschen, die nur zur Durchreise nach Deutschland kommen. Sie müssen die Bundesrepublik auf dem schnellsten Weg wieder verlassen. Auch wer sich im Rahmen des Grenzverkehrs mit Nachbarstaaten weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten hat, ist nicht von der Quarantänepflicht betroffen. 

Länger aufhalten ohne Quarantäne dürfen sich auch Berufspendler sowie Ärzte, Pflegekräfte, unterstützendes medizinisches Personal und 24-Stunden-Betreuungskräfte. Die Ausnahme gilt auch beim Besuch naher Verwandter sowie des nicht zum gleichen Hausstand gehörenden Ehegatten oder Lebensgefährten - und wenn ein geteiltes Sorgerecht besteht.

Wer nach Deutschland einreisen möchte, muss sich ab So., 08.11.2020 vor der Einreise digital unter www.einreiseanmeldung.de anmelden. Die neue Web-Anwendung ersetzt die bisherigen Aussteigekarten in Papierform. Die Digitalisierung der Einreiseanmeldungen soll die Gesundheitsämter entlasten.

 

Seit Sonntag, 28. Juni hat Bayern angekündigt, Tests für alle zu ermöglichen - auf Wunsch auch für Menschen ohne Symptome und ohne besonders hohes Infektionsrisiko: 

Testungen ohne Symptome nach Rechtsverordnung 

 Die RVO sieht vor, dass sich Einreisende aus dem Ausland innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise testen lassen können. Darüber hinaus hat der Öffentliche Gesundheitsdienst die Möglichkeit, Testungen von asymptomatischen Personen anzuordnen und damit Dritte, beispielsweise Vertragsärzte, zu beauftragen. Dazu gehören Tests in Pflegeeinrichtungen, Schulen, von symptomfreien Kontaktpersonen, vor einer Reha oder ambulanten Operation. 

 

In beiden Testszenarien nach RVO nutzen Ärzte das Formular OEGD, das für solche nicht vertragsärztlichen Fälle eingeführt wurde. Jedes dieser Formulare enthält, genauso wie das Formular 10C, einen persönlichen QR-Code, mit dem der Getestete sein Ergebnis über die Corona-Warn-App einsehen kann. Dazu muss er dem vorab zustimmen.

 

Die stetig steigende Zahl von Corona-Proben bringt jedoch viele Labore an die Grenzen der Belastbarkeit. Bayern will die Tests trotzdem -vorerst- weiter für alle kostenlos anbieten. Der Ärztekammer-Präsident Gerald Quitterer hält das für einen Fehler. 

 1. 567.083 Corona-Tests haben 191 vom Robert-Koch-Institut (RKI) befragte Labore in der Woche vom 26.10.-01.11.20 bundesweit durchgeführt. 69 von ihnen meldeten zudem einen Rückstau von insgesamt 98 931 abzuarbeitenden Proben. Denn die Kapazitäten sind oft bis zum Anschlag ausgelastet – mancherorts auch darüber hinaus. Es sei deshalb „dringend geboten“, den Einsatz der Tests zu priorisieren“, teilt das RKI mit. Und zwar „im Hinblick auf den angestrebten Erkenntnisgewinn“ und „in Abhängigkeit freier Testkapazitäten“. Es gebe teilweise bereits Lieferengpässe bei den benötigten Reagenzien. Ärztekammer-Präsident Quitterer spricht sich deshalb für eine Konzentration auf Patienten mit Symptomen, Risikogruppen, medizinisches Personal, und Patienten aus, die vor einem Krankenhausaufenthalt oder einer Aufnahme ins Pflegeheim stehen.

 

 

Seit 27.04.2020 gilt eine (Schutz-) Maskenpflicht auch in Geschäften, Banken und in öffentlichen Verkehrsmitteln.  Die Abstandsregeln von mindestens 1,5 Metern gelten weiterhin nicht nur in Geschäften, sondern auch auf der Straße und an anderen öffentlichen Orten.

 

                                                          *Ausgangsbeschränkung: Nein, Kontaktbeschränkung: Ja 

In Bayern gelten weiterhin Kontaktbeschränkungen; man darf sich nur mit Angehörigen eines anderen Haushalts treffen. Das heißt, mit einem befreundeten Paar gemeinsam spazieren gehen oder zum Kaffeeklatsch treffen ist erlaubt. Allerdings gelten weiterhin die Abstands- und Hygieneregeln. Das heißt: Mindestabstand 1,5, besser 2 Meter und natürlich Händewaschen und ggf. desinfizieren gemeinsam berührter Gegenstände. 

Ab Montag, 02.11.20 dürfen Hotels in Bayern (und bundesweit) keine Touristen, sondern nur noch Geschäftsreisende beherbergen. Bei Übernachtungen sind laut Staatskanzlei die geltenden Kontaktbeschränkungen weiter einzuhalten. Gruppenübernachtungen sind nicht möglich.

Die Wohneinheiten müssen über eine eigene Sanitäreinheit verfügen - also Toiletten nur auf dem Gang sind nicht erlaubt. Die Kontakte zwischen Mitarbeitern und Gästen beim Check-in sollen auf das Notwendigste beschränkt werden. Personal und auch Gäste müssen in allen gemeinschaftlichen Bereichen einen Mund-Nasen-Schutz tragen - ausgenommen ist der Außenbereich. Zudem gilt die Abstandsregel von 1,5 Metern. Die Nutzung von Fitnessbe-reichen ist verboten.

 

Ein Flugzeug ist während des Sonnenuntergangs im Landeanflug auf den Flughafen.

Reisewarnungen 

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland wird derzeit gewarnt. Die aktuelle Liste s.u.:

 https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise/letzteaktualisierungen

Die Situation entwickelt sich inzwischen wieder sehr dynamisch. Das Robert Koch-Institut (RKI) beobachtet und analysiert die Lage sehr genau und leitet daraus Empfehlungen für Infektionsschutzmaßnahmen ab, die an die jeweilige Situation angepasst sind.

In der aktuellen Situation, in der die meisten Fälle im Zusammenhang mit einem Aufenthalt im Risikogebiet oder lokalen Clustern auftreten, empfiehlt das RKI eine Eindämmungsstrategie (Containment). Eine aktuelle Risikobewertung des RKI für Deutschland ist hier bzw. unter 

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikobewertung.html abrufbar.

 

 

Bei Verdacht auf eine Corona-Virusinfektion neuen Typs (COVID-19 / Coronavirus SARS-CoV-2) 

sollten Sie als Patient -zunächst nur telefonisch- sich mit Ihrem Hausarzt in Verbindung setzen und das weitere Vorgehen besprechen. Im Hinblick auf Infektionsschutzmaßnahmen und Schutz von anderen z.T. chronisch kranken Patienten sollten Sie in diesem Falle nicht einfach in der Arztpraxis mit diesen Patienten (und dem Praxisteam) in Kontakt treten.

Dies gilt ebenso für die Laborarztpraxis!

Für die Feststellung einer akuten Infektion mit dem SARS-CoV-2 ist der direkte Erregernachweis ausschlaggebend. Das Virusgenom wird über hoch-sensitive, molekulare Testsysteme nachgewiesen (real-time-PCR). Die reine Testzeit beträgt etwa 4 bis 5 Stunden. Die Zeit zwischen Probenentnahme und Ergebnismitteilung kann ein bis zwei Tage betragen, je nach Probenaufkommen kann die Ergebnismitteilung deutlich länger dauern. 

Deshalb gilt in Bayern nach derzeitigem Stand seit 08.05 eine Allgemeinverfügung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege nach der Verdachtspersonen sich unverzüglich nach der Vornahme der Abstrich-Testung in Isolation begeben müssen. Diese häusliche Isolation/Quarantäne dauert bis zu maximal 5 Tagen bzw. bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses !

 

Für Hessen gilt: Wer aus einem Risikogebiet zurückkehrt, muss bei der Einreise in der Regel für 14 Tage in Quarantäne. Das können Reisende verhindern, indem sie einen negativen Corona-Test vorweisen, der höchstens 48 Stunden alt ist. Der Test ist innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise kostenlos und kann zum Beispiel an Flughäfen gemacht werden. Das zuständige Gesundheitsamt überwacht die Quarantänepflicht.

 Sie gilt nicht, wenn jemand nur durch ein Risikogebiet gereist ist und sich dort nicht aufgehalten hat. Eine Liste der aktuell als Risikogebiet eingestuften europäischen Regionen stellt das Robert Koch Institut bereit:

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Das hessische Sozialministerium hat eine landesweite Hotline für Fragen rund um das Coronavirus geschaltet. Sie ist täglich von 8 bis 20 Uhr erreichbar: 0800/5554666.

In Hessen können sich seit Montag, 10.08.20 können sich Lehrer und Erzieher einmal kostenlos auf Corona testen lassen – verpflichtend sind die Tests allerdings nicht. Wer möchte, kann den Test alle 14 Tage wiederholen. Die Regelung wird verlängert bis 15. November. Einen Anspruch haben alle Mitarbeiter an Schulen oder der Jugendhilfe, die regelmäßig Kontakt zu Schülerinnen und Schülern haben.

Seit 06.08.20 können sich Urlauber, die mit dem Auto die bayerische Grenze passieren, freiwillig und kostenlos auf Corona testen lassen. Mehrere Teststationen gingen an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg in Betrieb -

An den Flughäfen München und Nürnberg gibt es bereits seit 02.08.20 die Möglichkeit, sich auf das Virus testen zu lassen. 

Daneben ist nur in ärztlich begründeten Verdachtsfällen, also nur  nach Ausstellen eines Überweisungsscheins an den Laborarzt, die Abstrich-Untersuchung mittels PCR auf eine Corona-Virusinfektion neuen Typs (COVID-19 / Coronavirus SARS-CoV-2) eine Leistung, die von den Krankenkassen bezahlt  bzw. dem Untersuchungslabor vergütet wird.  Der Test ist dann über EBM abrechenbar: 32006 als Ausnahmekennziffer angeben für meldepflichtige Erkrankungen, 88240 für den Abstrich, (die Laborleistung selbst ist nur durch das Labor abrechenbar).

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In allen anderen Fällen ist die Untersuchung privat zu bezahlen (Kosten zwischen 130 - ca. 160 €!)

PCR-Untersuchungsaufträge werden von uns derzeit an das SYNLAB Medizinisches Versorgungszentrum Labor WeidenZur Kesselschmiede 492637 Weiden

Tel. 0961 3090 weitergeleitet. 

 

Corona-Virus im ElektronenmikroskopCorona-Virus im Elektronenmikroskop

Das rki informiert außerdem über eine häufig gestellte Frage:  

" Eine Übertragung über unbelebte Oberflächen ist bisher nicht dokumentiert. Eine Infektion mit SARS-CoV-2 über Oberflächen, die nicht zur direkten Umgebung eines symptomatischen Patienten gehören, wie z.B. importierte Waren, Postsendungen oder Gepäck, erscheint daher unwahrscheinlich". 

 

Es wird immer klarer, dass 2019-nCoV in vielen Fällen nur leichte Beschwerden verursacht, etwa Halsschmerzen oder ein leichtes Krankheitsgefühl ohne Fieber.

Menschen mit solchen Symptomen dürften es oft nicht für nötig halten, sich behandeln zu lassen. Damit tauchen sie in keiner Statistik auf. Viele Experten gehen davon aus, dass die case fatality rate von etwa zwei Prozent sich beim aktuellen Ausbruch noch deutlich verringern dürfte, wenn im Verlauf mehr Fälle registriert und veröffentlicht werden. 

Die Inkubationszeit von COVID-19 beträgt im Mittel 5-6 Tage mit einer Spannweite von 1 bis zu 14 Tagen.

Bei einer Unterbringung in häuslicher Quarantäne für 14 Tage (maximale Dauer der Inkubationszeit) ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen täglich in Kontakt, um rasch zu handeln, falls Symptome auftreten sollten. Voraussetzung für eine Aufhebung der Isolierung/Quarantäne ist eine Symptomfreiheit seit mind. 48 Stunden bezogen auf die akute COVID-19-Erkrankung (nach Rücksprache mit ärztlicher Betreuung).  dass die Betroffenen keine Beschwerden (mehr) haben und zwei Tests negativ verlaufen.

Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zur Meldung von Verdachtsfällen von COVID-19 (Meldepflicht nach § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und § 7 Absatz 1 Satz 1 des Infektions­schutz­gesetzes): Meldepflichtig ist der Verdacht einer Erkrankung -begründet sowohl durch das klinische Bild als auch durch einen wahrscheinlichen epidemiologischen Zusammenhang-, die Erkrankung sowie der Tod in Bezug auf eine Infektion, die durch das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) hervorgerufen wird.

Darüber hinaus ist dem Gesundheitsamt die Erkrankung bzw. der Tod auch dann zu melden, wenn der Verdacht bzw. die Erkrankung bereits gemeldet wurde. Dem Gesundheitsamt ist auch zu melden, wenn sich der Verdacht einer Infektion nicht bestätigt. (Stand: 24.03.2020)

 

Meldeinhalte: Folgende Angaben müssen bei der Meldung gemacht werden, wenn Ihnen die Informationen vorliegen:

Name, Anschrift und weitere Kontaktdaten (z.B. Telefonnummer, E-Mail-Adresse) des Meldenden bzw. der Untersuchungsstelle, die mit der Erregerdiagnostik beauftragt ist.

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                                                                                                   (rki, LGL, Auswärtiges Amt, ÄZ, BR, DW und tagesspiegel ) 19.11.2020 

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Antikörperbestimmung gegen SARS-CoV-2

Das Coronavirus neuen Typs (SARS-CoV-2) hat mittlerweile als Pandemie das Leben in der gesamten Welt  im Griff. Bereits kurz nach einer Infektion findet eine Virus-Replikation statt und die spezifische RNA lässt sich aus Probenmaterialien/Abstrichen der oberen Atemwege nachweisen. Nur der Virus-RNA-Nachweis mittels PCR (Polymerase-Ketten-Reaktion) gibt einen sicheren Hinweis auf eine akute Infektion.  

Allerdings lassen sich damit Personen, die eine Infektion mit SARS-CoV-2 bereits durchgemacht und inzwischen Antikörper gebildet haben, nicht detektieren, da ein PCR-Test auf Virus-RNA erwartungsgemäß (wieder) negativ ausfallen dürfte. Es ist davon auszugehen, dass diese Personen -zumindest über einen gewissen Zeitraum- vor einer erneuten SARS-CoV-2-Infektion geschützt sind (und folglich nicht mehr in Quarantäne verbleiben müss(t)en). Allerdings war die Zahl dieser Personen mangels spezifischer Antikörpertests nicht bzw. nicht zuverlässig zu bestimmen und im Hinblick auf die akute Ausbreitung der COVID-19-Infektionen auch wahrscheinlich noch nicht sehr hoch. Somit sollten (und dürften) Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorerst auch nicht wieder zurückgenommen werden.

Antikörper gegen das Virus werden nach bisherigen Erkenntnissen bereits im Laufe der ersten Woche nach der Infektion gebildet. Dieses Wissen beruht zwar auf Untersuchungen bei Affen, könnte aber in ähnlicher Weise auch beim Menschen so ablaufen.

Antikörperteste geben nur Sicherheit über den Immunstatus (nicht die akute Infektion!), aber können rückblickend eine tatsächliche COVID-19-Infektion mit hoher Sicherheit nachweisen, (gerade weil die Infektion bei mehr als 80% der Infizierten weitgehend ohne gravierende Symptome verläuft und fälschlicherweise von den Betrof-fenen oft als eine Erkältung oder leichter fieberhafter grippaler Infekt angesehen wird). Das Gesundheitsamt Aschaffenburg weist mit Datum 19.06.20 darauf hin, dass ein positiver Test auf Corona-IgA (oder IgM) als Corona-Verdachtsfall gilt und deshalb mittels eines Abstrichs auch bei Symptomlosigkeit verifiziert werden muss (5 Tage häusliche Quarantäne oder bis zum Erhalt des (negativen ) Abstrich-PCR-Ergebnisses).

 

Zugelassene Tests zum Nachweis von IgG und IgA-Antikörpern gegen das Coronavirus-COVID-19 stehen ab sofort mit hinreichender Sensitivität (80 – ca. 100%, > 10 Tage nach Symptombeginn) zur Verfügung. -Von „Schnelltesten“ wird derzeit (noch) abgeraten-.

 Wir bestimmen IgG- und IgA-Antikörper gegen Coronavirus SARS-CoV-2 ab 01.04.2020.                                                  -Wir benötigen ca. 5 ml Blut.-

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Hände desinfizieren - was tun bei Lieferabriss von  Händedesinfektionsmitteln 

In Arztpraxen geht vielerorts der Vorrat an Händedesinfektionsmitteln zur Neige. Aber der Nachschub stockt. Ein Ausweg ist die Eigenherstellung.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 fahren Hersteller von Desinfektionsmitteln derzeit Sonderschichten. Für die gestiegene Nachfrage reicht das jedoch nicht. Viele Arztpraxen klagen, ihre Vorräte seien langsam aufgezehrt. Ärzte machen sich Sorgen, wie sie die vorgeschriebene Händedesinfektion gewährleisten sollen. Die WHO hat schon länger Tipps für die lokale Produktion erarbeitet.

Danach gibt es zwei mögliche Mischungen (Ansatz im 10-Liter-Gebinde):

  • Isopropanol-Formulierung: 7515 ml Isopropylalkohol (99,8 %), 417 ml Wasserstoffperoxid (3 %) und 145 ml Glycerol (98 %).

Beide Ansätze werden dann mit steril destilliertem (bzw. abgekochtem/abgekühltem) Wasser auf 10 Liter aufgefüllt. Abfüllen in kleinere Gefäße – nach 72 Stunden ist die Lösung einsetzbar.     (ÄZ. 03.03.2020)

 

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Darmkrebsvorsorge-Projekt FARKOR

FARKOR – Vorsorge bei familiärem Risiko für das kolorektale Karzinom (KRK)

- Bundesland: Bayern, ab 01.10.2018, Teilnehmer: u.a. auch das Labor Aschaffenburg                   - wurde verlängert bis  zum 31.03.2021

Darmkrebs, oder in der Fachsprache kolorektales Karzinom, ist sowohl bei Frauen als auch bei Männern die zweithäufigste bösartige Krebserkrankung und auch die zweithäufigste Krebstodesursache in Deutschland. Immer mehr jüngere Menschen erkranken an Darmkrebs: Jede zehnte Neuerkrankungen wird in Deutschland bei unter 55 jährigen entdeckt. Besonders gefährdet sind Personen, in deren Familien Darmkrebs vermehrt auftritt - ca. 30 % der Darmkrebs-Patienten erkranken aufgrund eines familiären Risikos. In Deutschland steht gesetzlich Versicherten jedoch erst ab dem 50. Lebensjahr der Test auf Blut im Stuhl und ab dem 55. Lebensjahr die Darmspiegelung (Koloskopie) als Krebsfrüherkennungsmaßnahmen zur Verfügung. Die Berechtigung zur Darmkrebsfrüherkennung ist damit ausschließlich an die genannte Altersbegrenzung gebunden.

Im Projekt FARKOR sollen Menschen mit einem familiär erhöhten Darmkrebsrisiko in Bayern bereits früh - im Alter von 25 bis 50 Jahren - identifiziert werden. Um möglichst viele familiär Belastete frühzeitig erkennen zu können, werden verschiedene Maßnahmen ergriffen. So werden neu an Darmkrebs Erkrankte durch ihre Krankenkasse schriftlich über das erhöhte Risiko erstgradig Verwandter informiert, Patienten zwischen 25 und 50 Jahren werden systematisch von Ärzten nach Darmkrebserkrankungen in der Familie gefragt und es werden neue Möglichkeiten geschaffen, damit sich die Menschen auch selbst über ihr individuelles Erkrankungsrisiko informieren können. Ziel des Projekts ist es, familiär mit Darmkrebs belasteten Menschen eine risikoangepasste Darmkrebsvorsorge anzubieten und damit die Sterblichkeit von Darmkrebs bei den unter 50jährigen zu senken.

Das Projekt wird für drei Jahre mit insgesamt ca. elf Millionen Euro gefördert.

Im Erfolgsfall kann das vorliegende Konzept auch auf andere Bundesländer übertragen werden.

 

- Das Projekt wird gefördert durch:

AOK Bayern; Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek); BKK Landesverband Bayern; Knappschaft; Institut für Medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie (IBE) der Universität München (LMU); Felix Burda Stiftung; UMIT – Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik GmbH.

 

Teilnehmende Krankenkassen:

  • AOK Bayern
  • BKK-Landesverband
  • Verband der Ersatzkrankenkassen mit BARMER, DAK-Gesundheit und Techniker Krankenkasse

Versicherte der teilnehmenden Krankenkassen von 25 bis unter 50 Jahren, die ein erhöhtes familiäres und/oder erbliches Darmkrebsrisiko aufweisen, sind teilnahmeberechtigt. Sprechen Sie als Erstes mit Ihrem Arzt über Darmkrebs in Ihrer Familie. Ein einfacher Test mittels Stuhlprobe kann dann Hinweise auf einen Darmkrebs liefern und mit der Darmspiegelung lässt sich die Diagnose sichern.

Zudem können neu an Darmkrebs erkrankte Patienten an FARKOR teilnehmen. Diese Patienten werden durch die Krankenkassen angeschrieben mit dem Ziel, dass diese ihre leiblichen Verwandten auf das erhöhte Risiko hinweisen.

Eine Selbsterkennung interessierter Zielpersonen ist möglich durch Nutzung des auf der Online-Plattform des Projekts angebotenen Risikorechners, angeboten auf der Homepage: www.Darmkrebs-in-der-Familie.de

(von der Felix-Burda-Stiftung).

Voraussetzung zur Teilnahme der Versicherten ist eine von diesen unterzeichnete Einwilligungserklärung.

 

Ansprechpartner:

Patrizia Ungar

Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB)
Elsenheimerstr. 39
80687 München
0049 8957 0932538
patrizia.ungar@kvb.de